Covid-19-Impfquoten stiegen mit den Honoraren für die Ärzte

Im Rahmen einer kleinen Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Jozef Radicky von der Werteunion an die Niedersächsische Landesregierung wurde das Vergütungssystem für die Verabreichung von Corona Impfstoffen ab dem Winter 2021/2022 thematisiert – ebenso wie die damit verbundene Steigerung der ärztlichen Impfbereitschaft und die Erhöhung der Impfquote.

Hintergrund dieser Frage war Radickys Beobachtung, dass viele Ärzte "so impfbegeistert" gewesen seien. Als Mediziner und Chefarzt der neurologischen Abteilung am Helios Klinikum St. Marienberg in Helmstedt (Niedersachsen) hatte er in einer Rede auf einer Demonstration in Wolmirstedt einen Zusammenhang zur lukrativen Vergütung hergestellt. Auch wenn Ärzte in der Region Radicky kritisierten und das Helios-Klinikum  sich distanzierte – ganz von der Hand zu weisen scheint seine Beobachtung nicht zu sein.

Hier kommen die Zahlen:

  • 10. März 2021: „Coronavirus-Impfverordnung“ des Bundesgesundheitsministeriums 
    Vergütung in Arztpraxen:  20 € pro Impfung. 
    Aufsuchen des Patienten außerhalb der Praxis: Zusätzlich 35 €
    Zusätzliche Impfungen anderer Personen dortselbst: jeweils weitere 15 €
    Ausschließliche Impfberatung ohne nachfolgende Impfung: 10 €
  • November 2021:  Vergütung auf 28 € pro Impfung erhöht 
    Für Samstage, Sonntage, gesetzliche Feiertage und für den 24.12./31.12.: 36 € pro Impfung
  • 27.12. 2021 bis 7.01.2022 auch werktags 36 Euro für jede Covid-19-Impfung 

Andere Impfungen wurden z.B. in Berlin für AOK-Versicherte nur mit 8-20 € vergütet.

Laut dem Sender "n-tv" haben Berechnungen mit Berliner Durchschnittswerten ergeben, dass Ärzte damals monatlich zwischen knapp 2800 und 3600 Euro mit Corona-Impfungen verdient haben könnten.
Auch in Impfzentren wurde die Verabreichung der Corona-Impfstoffe speziell vergütet. Die Regelungen unterschieden sich allerdings in den einzelnen Bundesländern.
Hier die Stundenhonorare aus dem n-tv-Beitrag von Dezember 2021:

  • Berlin: 120 €
  • NRW:  150 €
  • Niedersachsen: 150 €. / Nach Schließung der Impfzentren ab Oktober 2021: 130 € für den Einsatz in mobilen Impfteams (Auskunft im Rahmen der o.g. Kleinen Anfrage)

Aus der Sicht der Niedersächsischen Landesregierung hat das Vergütungssystem für die Verabreichung von Corona-Impfstoffen sein Ziel erreicht: Die "Impfbereitschaft" unter Ärzten wurde gesteigert und hat insgesamt zu einer "gewünschten Erhöhung der Impfquote beigetragen". 
Für die Meldung von Impfnebenwirkungen werden Ärzte hingegen nicht bezahlt. Laut "Ärztezeitung" sieht die Bundesregierung "keinen Grund", ein Honorar für die Meldung unerwünschter Wirkungen von Corona-Impfungen einzuführen.

Alle oben genannten Fakten sind der folgenden Quelle entnommen. Der Text wurde dabei stark gekürzt und redaktionell bearbeitet. Die Überschrift wurde geändert, die Links wurden deaktiviert. 
Quelle: https://multipolar-magazin.de/meldungen/0235


Buchtipp: Vereinnahmte Wissenschaft

eine Rezension von Norbert Häring

Schon jetzt ist absehbar, dass sein Beitrag zur Aufarbeitung der Corona-Zeit größer sein wird als der der Enquete-Kommission. Denn die Protokolle zeigen sehr deutlich, dass nicht einfach Fehler gemacht wurden. Vielmehr wussten die zuständigen Wissenschaftler beim RKI frühzeitig und gut Bescheid darüber, dass es keine Belege über den Nutzen von Atemschutzmasken als Schutzmaßnahme für die breite Bevölkerung gab, dass die Übersterblichkeit gering und die Gefahr für Menschen jüngeren und mittleren Alters sehr gering war – letztlich also, dass es keine Rechtfertigung für einen generellen Lockdown gab. Sie wussten, dass Kinder keine wichtige Ansteckungsquelle waren und hielten nichts von generellen Schulschließungen. Auch von schweren Nebenwirkungen der mRNA-Behandlungen wussten sie frühzeitig.

Quelle Norbert Häring [LINK]
Das Buch ist erschienen beim Massel Verlag [LINK]
Quelle: Bastian Barucker, 15.07.2025