"Dr. Tedros" auf Besuch in Deutschland

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat Deutschland besucht, um beim World Health Summit (WHS) seine Rolle als Schirmherr wahrzunehmen und sich mit hochrangigen Politikern zu treffen. Mit diesen tauschte er sich unter anderem über Deutschlands und Europas zukünftige Rolle in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus.

Laut Health Policy Watch hat sich "Dr. Tedros" mit Außenminister Johann Wadephul, Gesundheitsministerin Nina Warken sowie dem Berliner Bürgermeister Kai Wegner getroffen, ebenso wie mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz habe eine Anfrage des Generaldirektors dagegen abgelehnt.

Der Besuch von Ghebreyesus zielte laut Health Policy Watch darauf ab, die Zusammenarbeit bei der Pandemievorsorge, der Reform der globalen Gesundheit und einer nachhaltigen Finanzierung zu stärken und gleichzeitig das WHO-Zentrum in Berlin als globales Gut hervorzuheben, das durch die Unterstützung Deutschlands ermöglicht wurde.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung multilateraler Beziehungen, um die Resilienz für künftige Gesundheitskrisen und damit globale Gesundheit zu stärken. "Dr. Tedros" bedankte sich im Gegenzug "für Deutschlands langjährige Führungsrolle und Unterstützung im Bereich der globalen Gesundheit". Zudem erklärte er, dass er mit Warken über die laufenden Verhandlungen der Internationalen Gesundheitsregeln (IGR) und den umstrittenen Zugang zu Krankheitserregern gesprochen habe.

Health Policy Watch spekulierte dagegen, dass die Treffen weniger mit dem World Health Summit zu tun gehabt hätten, sondern vielmehr mit dem drohenden Verlust freiwilliger deutscher Beiträge an die WHO und Deutschlands Positionierung im bevorstehenden Rennen um das Amt des WHO-Generaldirektors.

Nach dem Rückzug der USA aus der WHO sei Deutschland zum größten Gebermitglied der Organisation geworden, so das Portal. Das entspricht jedoch nicht den Fakten, denn schon bevor Donald Trump der WHO den Rücken kehrte, hatte sich Deutschland zum größten Geldgeber der WHO gemausert.

So berichtete Report 24 schon im September 2022, dass Deutschland seine WHO-Beiträge in den Jahren 2020/21 mehr als verdreifacht habe. Das Portal kam deshalb zu dem Schluss: "Deutschland hat die globale Plandemie finanziert."

Die Informationen zu den Zahlungen hatte das Portal auf der offiziellen WHO-Website entdeckt. Aus diesem Ranking ging hervor, dass Deutschland mit fast 1,3 Milliarden Dollar der Top-Geldgeber während der ersten beiden "Pandemie"-Jahre war, weit vor Gates mit 751 Millionen und den USA mit 693 Millionen.
(WHO-Finanzierung; Liste der Top-Geldgeber in den Jahren 2020/21)

Auch die WHO bestätigte diese Information im März 2025 auf ihrer Website. Dort ist zu lesen, dass Deutschland während der "Pandemie" "eine zentrale Rolle bei den weltweiten Maßnahmen zur Bewältigung der Krise übernahm, indem es den Wirtschaftsaktionsplan der G20-Finanzminister vorantrieb und den ACT-Accelerator aktiv unterstützte, eine Allianz zur gerechten Verteilung von Impfstoffen, Tests und Behandlungsmitteln".

Statistik Beiträge zur WHO nach LändernAn der elementaren Rolle, die deutsche Politiker während der "Pandemie" spielten, besteht kein Zweifel. Man erinnere sich nur an Ursula von der Leyens Rede zum Thema Fake News Ende März 2020 und ihren gemeinsamen Einsatz mit Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der sogenannten Geberkonferenz, auf der mindestens 7,5 Milliarden Euro für Corona-"Impfstoffe" gesammelt wurden.

Die WHO schreibt diesbezüglich auf ihrer Website, sie sei stolz auf ihre Partnerschaft mit Deutschland, das seine Finanzmittel seit dem Zweijahreszeitraum 2020–2021 deutlich aufgestockt habe. Die Gesamtbeiträge Deutschlands seien von 359,2 Millionen Dollar im Zweijahreszeitraum 2018–2019 auf über 1,26 Milliarden Dollar im Zweijahreszeitraum 2020–2021 gestiegen, womit Deutschland in diesem Zeitraum der größte Geber der WHO und mit 826,4 Millionen Dollar im Zweijahreszeitraum 2022–2023 der zweitgrößte Geber gewesen sei.

Doch damit nicht genug: Laut WHO war Deutschland im Zweijahreszeitraum 2022–2023 auch der "größte Geber" für thematische Mittel – und der zweitgrößte Geber der WHO für flexible Mittel. Dabei handele es sich um wichtige, nicht zweckgebundene Ressourcen, die die Organisation bei Bedarf einsetzen könne, um die Aktivitäten ihres genehmigten Programmbudgets durchzuführen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des WHO-Artikels belief sich der Beitrag Deutschlands für den Zweijahreszeitraum 2024–2025 in diesem Bereich auf 317,2 Millionen Dollar.

Report 24 konstatierte deshalb:

Zumeist gilt noch immer Bill Gates’ Stiftung als bedeutendster Geldgeber der WHO – immerhin sichern er und seinesgleichen sich damit Einfluss auf die Politik der Mitgliedsländer, was durch deren direktes oder indirektes Vorschreiben von pharmazeutischen Behandlungen oder ‹Impfungen› Milliarden in die Kassen von Investoren spült. Im Zuge der Plandemie war es aber nicht Gates, der den globalen Betrug rund um Covid-19 durch die WHO hauptsächlich finanziert hat: Es waren die deutschen Steuerzahler.

Health Policy Watch zufolge plant Deutschland jedoch, seine freiwilligen Beiträge sowohl 2026 als auch 2027 zu kürzen. Und es sei unklar, ob die beim World Health Summit im Oktober 2024 zugesagten 262,2 Millionen Dollar für die Jahre 2025–2028 vollständig bereitgestellt würden.

Seit dieser Zusage im Jahr 2024 seien bislang nur etwa 84 Millionen Dollar vom Gesundheitsministerium im deutschen Bundeshaushalt 2026 verankert, der vom Bundestag verabschiedet wurde. Die verbleibenden zugesagten 180 Millionen Dollar stünden weiterhin infrage. Auch sei es möglich, dass Deutschland die jährliche Finanzierung des in Berlin ansässigen WHO-Zentrums für Pandemie- und Epidemie-Intelligenz von 30 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro halbieren könnte.

Unterdessen stehe die WHO trotz drastischer Haushaltskürzungen und eines Stellenabbaus von mindestens 25 Prozent der Belegschaft in den vergangenen 16 Monaten weiterhin vor einer geschätzten Finanzierungslücke von 640 Millionen Dollar für den laufenden Zweijahreshaushalt 2026–2027, lamentiert Health Policy Watch. (…)

Hinsichtlich der deutschen Ambitionen, einen Kandidaten für das Amt des Generaldirektors aufzustellen – der Wahlkampf beginnt voraussichtlich Ende April oder im Mai – berichtet Health Policy Watch, dass sowohl der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach als auch der stellvertretende Generaldirektor für europäische und internationale Gesundheitspolitik im Bundesministerium, Paul Zubeil, vorgeschlagen werden könnten.

Beide haben laut dem Portal unterschiedliche Stärken, aber auch mögliche Nachteile. Während Lauterbach weithin bekannt sei, mache ihn seine prominente Rolle in der COVID-19-Bekämpfung im Inland zu einer stärker polarisierenden Figur, was die Wahrnehmung seiner Person auf globaler Ebene beeinflussen könnte.

Zubeil, der derzeit im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums sämtliche Finanzmittel an WHO und UNAIDS verantworte, genieße dagegen in Fachkreisen hohes Ansehen für seine jahrzehntelange Erfahrung in fragilen und komplexen Kontexten und für sein tiefes Verständnis globaler Gesundheitssysteme. Die entscheidende Frage sei jedoch, ob er die politische Unterstützung für eine Nominierung mobilisieren könne.

Gemäß Health Policy Watch hat "Dr. Tedros" den deutschen Politikern allerdings nahegelegt, keinen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken und stattdessen verbündete Kandidaten zu unterstützen. Seine persönlichen Präferenzen im Rennen sind noch nicht öffentlich bekannt.

Für Berlin hätte ein Verzicht auf die Nominierung eines eigenen Kandidaten erhebliche politische Bedeutung, befindet Health Policy Watch. Denn Deutschland habe trotz seiner Rolle als wichtiger multilateraler Geber derzeit keine Vertreter in Spitzenpositionen des UN-Systems.

Die Wahl des WHO-Generaldirektors stelle in den kommenden fünf Jahren eine der wenigen Chancen dar, sich eine bedeutende globale Führungsrolle zu sichern – daher sei es nicht überraschend, dass Deutschland eine Kandidatur in Betracht gezogen habe.

Quellen:
Health Policy Watch: WHO Director General in Germany for Series of High Level Meetings – What’s At Stake?
Report 24: Seit 2020/21 größter Geldgeber der WHO: Deutschland hat die globale Plandemie finanziert
WHO: Shaping global health
https://transition-news.org/dr-tedros-auf-besuch-in-deutschland


Buchtipp: Vereinnahmte Wissenschaft

eine Rezension von Norbert Häring

Schon jetzt ist absehbar, dass sein Beitrag zur Aufarbeitung der Corona-Zeit größer sein wird als der der Enquete-Kommission. Denn die Protokolle zeigen sehr deutlich, dass nicht einfach Fehler gemacht wurden. Vielmehr wussten die zuständigen Wissenschaftler beim RKI frühzeitig und gut Bescheid darüber, dass es keine Belege über den Nutzen von Atemschutzmasken als Schutzmaßnahme für die breite Bevölkerung gab, dass die Übersterblichkeit gering und die Gefahr für Menschen jüngeren und mittleren Alters sehr gering war – letztlich also, dass es keine Rechtfertigung für einen generellen Lockdown gab. Sie wussten, dass Kinder keine wichtige Ansteckungsquelle waren und hielten nichts von generellen Schulschließungen. Auch von schweren Nebenwirkungen der mRNA-Behandlungen wussten sie frühzeitig.

Quelle Norbert Häring [LINK]
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Quelle: Bastian Barucker, 15.07.2025