Multipolar: Freigeklagte RKI-Protokolle / Erste Reaktionen II

Das „kleine“ Online Magazin „Multipolar“ hat für uns alle großartige Arbeit geleistet. Es hat die Protokolle des RKI-Krisenstabs freigeklagt. https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-2
Es hat sich mit zahlreichen geschwärzten Stellen befasst – und es hat schon jetzt den Finger auf eine entscheidende Stelle gelegt:
Auf die Hochstufung des Corona-Risikos im März 2020 und seine Begründung.
Und entgegen der bekannten Behauptung, die Corona Maßnahmen seien wissenschaftlich fundiert gewesen, wird hier ein ganz anderer Begründungszusammenhang deutlich.
Er besteht zunächst aus zwei Schritten:

1. Das RKI wusste um die geringfügige Erhöhung der sogenannten Fallzahlen, die bei richtiger Berechnung zu diesem Zeitpunkt aus nur einem Prozent bestand. Und die konnte keineswegs all` die Einschränkungen rechtfertigen, an die wir uns jetzt noch so gut erinnern: Abstandsregeln, Masken, Testpflicht, Quarantäne und später: Impfnötigung, berufsbezogene Impfflicht, Duldung der Impfung, 3G und 2G Regelungen.

2. Aber das RKI als zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüber-wachung und -prävention ist Teil einer Hierarchie – und damit nicht frei in seinen (fachlichen?) Entscheidungen. Also hat es im März 2020 gewartet. Auf wessen Signal? – Diese Stelle ist in den Protokollen geschwärzt - wie so viele andere Stellen in den Protokollen.
Um der Fülle des Materials Herr zu werden und das Bild nach und nach aufzuhellen, hat sich Multipolar erneut für eine verdienstvolle Strategie entschieden: Es hat die Protokolle (1.059 Seiten) online gestellt und alle interessierten Journalisten zur Mitrecherche eingeladen. 

Damit hat Multipolar den Ball wieder auf`s Spielfeld gebracht – und alle können ihn spielen. Die alternativen Medien wie auch der Mainstream. Und das geschieht – in unterschiedlicher Absicht und Qualität. Da gibt es diejenigen, die sich über die Fülle des Materials hermachen, sich festbeißen und weitere wichtige Sachverhalte recherchieren.
Und es gibt diejenigen, die sich mit dem begnügen, was sie immer gemacht haben. Framing, Relativierungen kurzum: Propaganda. https://multipolar-magazin.de/artikel/rki-protokolle-3
Norbert Häring führt dazu ein prominentes Beispiel an: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/kontext/rkifiles-corona-100.html
Tenor in dieser Darstellung: Alles kein Skandal, alles aufgebauscht. Aber ist Hajo Zeeb, dem
deutschen WHO-Berater seit 2007, bewusst, was er u.a. als Begründung für die Höherstufung der Gefahr anführte? Er sagte: „Das sind internationale Abstimmungen, oft auf Weltbevölkerungsniveau wie bei der WHO. Und da kann ein Land wie Deutschland nicht plötzlich sagen: Nein, wir finden das aber alles anders.
Quelle: https://norberthaering.de/macht-kontrolle/hajo-zeeb-rki-files/

Und damit sind wir bei einem dritten Schritt, der den o.g. Begründungszusammenhang ergänzt:

3. Unsere nationale Selbstbestimmung endet, wo Interessen internationaler Player im Spiel sind.
Nun, dann wissen wir ja, was uns erwartet, wenn wir uns auf den WHO-Pandemievertrag und die Verschärfung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) einlassen.

Wenn wir uns nicht daran stören, auf unsere nationale Souveränität in Gesundheitsfragen zu verzichten, können wir ruhig schlafen. Wenn doch, müssen wir diese Vertragswerke verhindern. Mit allem, was uns an demokratischen und rechtlichen Mitteln zur Verfügung steht.


Buchtipp: Vereinnahmte Wissenschaft

eine Rezension von Norbert Häring

Schon jetzt ist absehbar, dass sein Beitrag zur Aufarbeitung der Corona-Zeit größer sein wird als der der Enquete-Kommission. Denn die Protokolle zeigen sehr deutlich, dass nicht einfach Fehler gemacht wurden. Vielmehr wussten die zuständigen Wissenschaftler beim RKI frühzeitig und gut Bescheid darüber, dass es keine Belege über den Nutzen von Atemschutzmasken als Schutzmaßnahme für die breite Bevölkerung gab, dass die Übersterblichkeit gering und die Gefahr für Menschen jüngeren und mittleren Alters sehr gering war – letztlich also, dass es keine Rechtfertigung für einen generellen Lockdown gab. Sie wussten, dass Kinder keine wichtige Ansteckungsquelle waren und hielten nichts von generellen Schulschließungen. Auch von schweren Nebenwirkungen der mRNA-Behandlungen wussten sie frühzeitig.

Quelle Norbert Häring [LINK]
Das Buch ist erschienen beim Massel Verlag [LINK]
Quelle: Bastian Barucker, 15.07.2025