WHO-Verhandlungen über PABS-Anhang zum Pandemievertrag vorerst gescheitert

Die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe konnte keine Einigung über das von Kritikern als "Erreger-Börse" bezeichnete System erzielen. Ohne diese Vereinbarung kann auch das Pandemieabkommen der WHO nicht unterzeichnet werden.

Über den PABS-Anhang zum WHO-Pandemieabkommen konnte bisher keine Einigung erzielt werden. Daher werde während der 79. Weltgesundheitsversammlung (WHA), die vom 18. bis 23. Mai 2026 abgehalten wird, keine Abstimmung darüber stattfinden, hieß es am Freitag in einer Mitteilung der WHO.

Die Länder hätten in Genf die sechste Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe (IGWG) zum Pandemieabkommen beendet, die sich auf das PABS-System konzentrierte. Die Mitgliedstaaten würden zusätzliche Zeit benötigen, "um den Rahmen für eine bessere und gerechtere Reaktion auf künftige Pandemien fertigzustellen".

Angesichts des Bedarfs an weiteren Verhandlungen über das "Pathogen Access and Benefit-Sharing" werde die WHA gebeten, die Fortsetzung der Arbeit zu prüfen und die Ergebnisse der nächsten Versammlung im Mai 2027 vorzulegen. Falls dies nicht möglich sei, sollten sie einer Sondersitzung der WHA im Jahr 2026 unterbreitet werden.

Die "rasche Weitergabe von Krankheitserregern mit Pandemiepotenzial" soll das PABS-System laut WHO gewährleisten. Zudem die "gerechte und ausgewogene Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile, wie beispielsweise Impfstoffe, Diagnostika und Therapeutika".

Diese geplante "Erreger-Börse" der WHO steht indessen in der Kritik. Bedenken gibt es unter anderem wegen des potenziellen Einflusses wirtschaftlicher Interessen und des Risikos der Nutzung zu Gain-of-Function-Forschung.

Der US-Journalist James Roguski verlinkt in einem Substack-Beitrag ein Video der IGWG-Sitzung und stellt einige Screenshots des Abschlussberichts online. Er weist darauf hin, dass das im Mai 2025 "angenommene" Pandemieabkommen erst unterzeichnet werden kann, wenn der PABS-Anhang verabschiedet wurde.

Quellen:
WHO: WHO Member States agree to extend negotiations on Pathogen Access and Benefit Sharing annex
James Roguski: The WHO Negotiations Have Been Extended
Transition News: Erreger-Börse mit Risiken: Scharfe Kritik an WHO-Plänen wächst
https://transition-news.org/who-verhandlungen-uber-pabs-anhang-zum-pandemievertrag-vorerst-gescheitert


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eine Rezension von Norbert Häring

Schon jetzt ist absehbar, dass sein Beitrag zur Aufarbeitung der Corona-Zeit größer sein wird als der der Enquete-Kommission. Denn die Protokolle zeigen sehr deutlich, dass nicht einfach Fehler gemacht wurden. Vielmehr wussten die zuständigen Wissenschaftler beim RKI frühzeitig und gut Bescheid darüber, dass es keine Belege über den Nutzen von Atemschutzmasken als Schutzmaßnahme für die breite Bevölkerung gab, dass die Übersterblichkeit gering und die Gefahr für Menschen jüngeren und mittleren Alters sehr gering war – letztlich also, dass es keine Rechtfertigung für einen generellen Lockdown gab. Sie wussten, dass Kinder keine wichtige Ansteckungsquelle waren und hielten nichts von generellen Schulschließungen. Auch von schweren Nebenwirkungen der mRNA-Behandlungen wussten sie frühzeitig.

Quelle Norbert Häring [LINK]
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Quelle: Bastian Barucker, 15.07.2025